Wissenswertes
Der Halau / Schule (Quelle:
www.kaimi.org)
Das Wort Halau bedeutet in der hawai'ianischen Sprache langes Haus, Werkstatt
oder Treffpunkt um Kanus zu bauen oder um Hula zu lernen.
In der ehemaligen Hawaiianischen Gesellschaft lebten Haumana (Schülerinnen und
Schüler) zurückgezogen im Halau. Sie arbeiteten unter strengen Regeln und
bereiteten sich intensiv für religiöse Zeremonien und zur Unterhaltung der
Götter oder Chiefs vor. Der Halau basierte auf einer strikten Hierarchie.
Seit dieser Zeit hat sich viel verändert.
Die oder der Kumu / Lehrerin oder Lehrer
Die Kumu hat Helferinnen zur Führung des Halaus. Es gibt eine „Kumu kokua“,
welche bei Abwesenheit der Kumu deren Pflichten übernimmt. Die Alaka'i ist
Leiterin der Olapa (Tänzerinnen). Es gibt zusätzlich noch folgende Funktionen in
einem Halau: Po'opuaa (Schatzmeisterin) mit einer Paepae (Assistentin) und die
Ho'oulu (Sprecherin oder Halterin der Ordnung, des Friedens, der Harmonie und
der Inspiration). Sämtliche Funktionen gibt es auch für Männer.
Kumu bedeutet wörtlich Quelle, Brunnen oder Ursprung. Eine Kumu Hula ist sowohl
eine Meister-Lehrerin des Hawaiianischen Tanzes, einschliesslich der
künstlerischen Qualitäten als auch Managerin und philosophische Führerin. Sie
kennt die Geschichte Hawai’is, die Sitten und Gebräuche, die Pflanzen und ihre
Bedeutungen wie auch deren Anwendung. Als Leiterin übermittelt sie ihr Wissen an
die Studentinnen und Studenten, instruiert sie im Tanzen, beim Kostüme oder
Instrumente herstellen. Ebenso führt sie die Tänzerinnen in persönlicher Ethik
und philosophischen Belangen. Die Kumu arrangiert auch Aufführungen und
Zeremonien.
Die oder der Haumana / Schülerin oder Schüler
Die Haumana (Studentin, Schülerin) startet als Olapa (Tänzerin). Sie widmet sich
ganz dem Einüben der Tänze, und zwar nicht nur in Bezug auf körperliche
Disziplin, sondern auch in mentaler, emotionaler und spiritueller Hinsicht. Dies
erreicht sie durch aktives zuhören, beobachten und üben.
Durch das wiederholte Üben beginnt die Tänzerin sich automatisch zu bewegen,
ohne daran zu denken, welche Bewegung als nächstes kommt – die Bewegung
geschieht aus sich heraus. Das ist erst dann möglich, wenn die Seele die Führung
im Tanz übernimmt. Die Tänzerin erlebt innere Freude und Frieden, die auch für
die Zuschauer sichtbar werden.
Es ist nicht nötig einer bestimmten Rasse anzugehören, die innere Haltung ist
entscheidend. Selbstverständlich gibt es auch Männer die Hula tanzen.